
Sehr geehrte Frau Rosen!
Sehr geehrter OB Nimptsch!
Ich stelle mir ein ambitioniertes ökologisch-städtebauliches Projekt vor mit richtiger Architektur, die sich in das Umfeld der Innenstadt und Nordstadt einfügt: Bezahlbare, umweltneutrale Häuser aus Naturstoffen, von den besten Architekten der Welt im Rahmen eines Wettbewerbs als Showcase für familiengerechtes Wohnen gebaut (Mehr-Generationen-Projekt unter 2.000 Euro Kaufpreis pro bezugsfertigen Quadratmeter).
Eingebettet in eine Parklandschaft und von den Traufhöhen und Wertigkeit her orientiert an der Gründerzeit- und Jugendstilbebauung, wie sie im Umfeld des aktuellen Stadthauses und der gesamten Nord- und Innenstadt (vulgo und im Weiteren: "Altstadt") existiert.
Als Vorbild kann die Internationale Bauaustellung in Berlin 1984 bis 1987 dienen. Kein monolithisches Großprojekt, sondern eine Vielfalt individueller Lösungen, die bewohnt und aber eben zeitweise auch ausgestellt werden als Vorbild für andere Teile der Stadt und für andere Städte.
Es gilt das gesamte Umfeld in den Blick zu nehmen, auch das ehemalige Brauereigelände und andere Brachen im Umfeld mit einzubeziehen, Modernisierung von Altbauten und dazu passende Neubauten, wie seinerzeit auf der IBA 84-87 in Berlin.
Unterirdisch können Parkdecks entstehen, um im gesamten Umfeld die Vorgartenkultur wiederzubeleben. Vorgärten wie man sie auf den Bildern von Darchinger aus den 1950er- und 1960er-Jahren noch sieht und die Parkplätzen weichen mussten. Oberirdischer Parkraum soll nur noch für Kurzzeitparker existieren, um den Geschäften ihre Laufkundschaft zu bringen.
Das in etwa ist der Stand der Ideen zu dem, was für die Bevölkerung und die Geschäftswelt der "Altstadt" und für ganz Bonn das Optimum darstellen könnte. Ein "work in progress", denn es gibt hier außer mir noch viele andere Leute mit guten Ideen.
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Eine "Innerstädtische Shopping Mall" anstelle des heutigen Stadthauses am Berliner Platz zu errichten, würde bedeuten, eine 1970er-Bau- und Umweltsünde gegen eine 2010er-Bau- und Umweltsünde zu tauschen. Das will ich nicht und ich bin sicher, dass eine Mehrheit der Bürger und Geschäftsleute in der "Altstadt" das aktiv und vehement ablehnen wird.
Tun Sie etwas für unsere Zukunft und für die Zukunft unserer Stadt: Werten Sie das Herz von Bonn durch ein solch ambitioniertes und bürgerfinanziertes städtebaulich-ökologisches Vorzeigeprojekt auf!
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Zur Koordination der Aktivitäten, die im Umfeld dieser Ideen aufkeimen, habe ich vorgestern eine Webseite eingerichtet: http://gruenes-herz-von-bonn.de
Ich werde mir erlauben, alle Korrespondenz, die ich mit Politikern aller Parteien haben werde (ich selber bin parteilos, aber als Familienvater in der Altstadt natürlich nicht unparteiisch) dort zu veröffentlichen.
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Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Frank Fremerey
> Sehr geehrter Herr Fremerey,
> Ihre Anfrage vom 17.02.2010 ist im Bürgerbüro des Oberbürgermeisters eingegangen. Gerne möchte ich Ihnen nachfolgend weitere Informationen geben.
> Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch nimmt sich ebenfalls einmal monatlich Zeit für persönliche Gespräche mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen. Die nächste Bürgersprechstunde, für die noch Termine frei sind, findet statt am Mittwoch, 24.03.2010 im Verlauf des Nachmittags , voraussichtlich zwischen 16:00 Uhr und 18:00 Uhr
> Ich habe Sie für einen Gesprächstermin vorgemerkt , zeitnah im Vorfeld werden sie noch über die genaue Uhrzeit und den Ort informiert.
> Es wäre hilfreich, wenn Sie uns im Vorfeld noch einige ergänzende Informationen zu Ihrem Anliegen zukommen lassen könnten, um im Vorfeld der Vorbereitung die Einschätzung der Fachdienststellen einbeziehen zu können.
> Mit freundlichen Grüßen
> Im Auftrag
> Monika Rosen
> Bundesstadt Bonn
> Vorstandsreferat Grundsatzangelegenheiten
> Bürgerbüro des Oberbürgermeisters